Geschichte

Eckardtshausen wurde vor mehr als 700 Jahren das erste Mal urkundlich erwähnt, jedoch geht man davon aus, dass es sehr viel älter ist (Jedoch fehlt hierzu jeder urkundliche Nachweis).

Bereits vor den Ludowingern gehörte es zur Herrschaft der Frankensteiner, einem Adelsgeschlecht, welches nach 531 immer mehr Fuß in unserem Raum faßte.

Heinrich von Frankenstein und seine Söhne verpfändeten, einer Urkunde vom 29.9.1292 nach, den Ort nebst anderen umliegenden Ortschaften zunächst an das Rittergeschlecht Losse (Lusse) zu Eisenach.
Das alte Kirchdorf mit den verschiedenen Schreibweisen(Okirshusen, Ockershausen, Öckershusen, Oeckershausen und Eckershausen), war noch vor dem deutschen Bürgerkrieg (1525) Dekanatssitz für umliegende Nachbarorte des oberen Elte- und Suhltales.

Durch den 30-jährigen Krieg verlor Eckardtshausen viele Einwohner, welche sich schon seit Jahrhunderten von Ackerbau und Viehzucht, teilweise aber auch von Forstwirtschaft ernährten. So zählte man 1639 nur noch 20 Mann in dem Dorf.

Um 1570 begann man im Fürstentum Eisenach Kupferschieferbergbau zu betreiben, der mit Unterbrechung bis nahezu 1860 nachweisbar ist. Das Erliegen solcher Bergwerke, trieb die Einwohner Eckardtshausen in die Erwerbslosigkeit und Armut, welche im Zeitraum 1825 bis 1930 Auswanderungen aus diesem Dorf von mehr als 30 Personen zur Folge hatte.

Zum Gemeindegebiet Eckardtshausen, in nordöstlicher Richtung durch den Rennsteig begrenzt, gehören noch die Ansiedlungen Wackendorf und Wilhelmsthal mit dem Jagd- und Lustschloß (erbaut 1741 bis 1745)der Großherzoglichen Familie von Sachsen-Weimar-Eisenach.

Zwei Weltkriege fügten dem Ort und ihren Bürgern viel Leid und Elend zu. Insgesamt waren 29 Personen im 1. Weltkrieg und 36 im 2.Weltkrieg zu beklagen.

Infolge des wirtschaftlichen Aufschwungs in den 30-ziger Jahren, nahmen die Einwohner des Ortes die Beschäftigungen in der Industrie an und vernachlässigten somit die Landwirtschaft. So entstanden 2 Schmieden, 2 Tischler, 2 Stellmacher(Wagner), Besenbinder, mehrere Schuhmacher, später einer Bäckerei, 2 Fleischer, mehrere Schneider, Milch- und Käsehändler, sogar ein Baubetrieb war in Eckardtshausen vorhanden.

1901 wurde eine zentrale Hochdruck-Wasserversorgungsanlage errichte, sodass jedes Haus einen Trinkwasseranschluß erhalten konnte.1922 konnte dann auch die Versorgung mit Elektroenergie für jeden Haushalt sichergestellt werden.

Die Gründung einer Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft (LPG-Typ1) am 2.8.1958 mit den Tätigkeitsbereichen Feldbau, Rinderzucht (es entstand eine Stallanlage für 600 Rinder im Jahre 1968) und Milchwirtschaft im Jahre 1960 brachte für viele bäuerliche Kleinbetriebe Fortschritte und Erleichterung in der täglichen Arbeit.

Die Landwirtschaftsgenossenschaft Förtha e.G.- Milchviehanlage ist heute noch der größte Arbeitgeber im Ort.

Seit 1996 ist Eckardtshausen eingemeindeter Ortsteil der Gemeinde Marksuhl mit Sitz in Marksuhl. Der Ortsteil Eckardtshausen ( mit Wilhelmsthal) besteht heute aus ca. 138 bewohnten Häusern und zählt 618 Einwohner ( Stand 31.12.1999).


Für den Geschichtsteil möchte ich recht herzlich unseren Dorfchronisten Hr. Vratni danken.